Fälschlicherweise wird das Klima (Mehrzahl: Klimata) häufig mit dem Wetter gleichgesetzt. Der Begriff Klima ist jedoch viel umfassender!

Klima ist die Gesamtheit aller meteorologischen Erscheinungen, die den durchschnittlichen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort auf der Welt kennzeichnen. Zu den Klimaelementen gehören: Strahlung, Temperatur, Luftdruck, Winde und Niederschläge. Beeinflusst wird das Klima durch die jeweilige geographische Breite des Ortes, die Verteilung von Land und Wasser, Meeresströmungen und auch Wald und Wüste. Nicht zu vergessen ist der Faktor Mensch, denn dieser hat in den letzten Jahrzehnten enorm dazu beigetragen, dass das Klima sich verändert. Deshalb sind heute Maßnahmen des Klimaschutzes unverzichtbar.

Das Wetter kann täglich wechseln, das Klima nicht. Und doch beeinflusst es unser Leben noch mehr als ein paar Regentage oder ein plötzliches Gewitter: Unter Klima versteht man das allgemeine, durchschnittliche Wetter, das über einen bestimmten Zeitraum in einem bestimmten Gebiet beobachtet wird. Es schwankt erst im Laufe von vielen, vielen Jahren. Zum Klima zählen Sonneneinstrahlung, Temperatur, Feuchtigkeit, Wind, Niederschlag und Bewölkung. ‘

Das Klima ist zuallererst von der Sonneneinstrahlung abhängig. So haben äquatornahe Regionen, in denen die Sonnenstrahlen fast senkrecht einfallen, ein heißes Klima und Gegenden, die weit vom Äquator entfernt liegen, ein kühles. Aber auch warme oder kalte Meeresströmungen, Windgürtel, die Entfernung vom Meer und die Höhe eines Ortes beeinflussen das Klima. So erklären sich beispielsweise die Eigenschaften von Seeklima und kontinentalem Klima. Darüber hinaus haben Großstädte oft ein eigenes, ein "Mikroklima".

Rings um die Erde laufen weit reichende Gebiete, in denen das Klima einheitlich ist, die Klimazonen. Man unterscheidet fünf große Klimazonen. Es sind die beiden kalten Zonen in der Nähe des Nord- und Südpols, die beiden gemäßigten Zonen und beiderseits des Äquators die tropische Zone. Diese Zonen können aber noch weiter unterteilt werden: die gemäßigten Zonen beispielsweise in kalt-gemäßigte und warm-gemäßigte Zonen.

In jeder Klimazone der Erde finden sich immer wieder die gleichen oder doch einander sehr ähnliche Lebensräume. In den feuchten Tropen sind es Regenwälder, in der gemäßigten Zone sind es Laub- und Nadelwälder oder Steppen und in der Polarzone Tundren. Überall leben natürlich auch unterschiedliche Tiere und selbst die Menschen bauen ihre Häuser entsprechend des Klimas. Das Klima auf der Erde war nicht immer so wie heute. Früher, vor 70 bis 80 Millionen Jahren, war es heiß und feucht. In großen Teilen Europas und Nordamerikas wuchsen Pflanzen, wie sie jetzt nur noch in den Tropen vorkommen. Später, in den Eiszeiten, bedeckte ein Panzer aus Eis weite Teile der Erde. Ursache dieser natürlichen Klimaveränderungen waren wahrscheinlich große Vulkanausbrüche und Schwankungen im Abstand zwischen Erde und Sonne. Wie sich das Erdklima entwickeln wird, lässt sich noch nicht mit Sicherheit voraussagen. Möglich ist vieles; auch in Zukunft kann es wieder einmal zu einer Eiszeit oder zu einer weiteren wärmeren Periode kommen. Aber auch der Mensch greift immer mehr in das Klimageschehen ein. Durch Industrie und Verkehr gelangen immer mehr Abgase (Kohlendioxid) in die Luft, als die Natur abbauen kann. Dadurch entsteht ein Glashauseffekt. Die Energie der Sonne bleibt vermehrt innerhalb der Atmosphäre und erwärmt unseren Planeten. Dadurch erwärmt sich auch die Atmosphäre immer mehr. Dies führt zu einem Klimawandel, dessen Folgen noch nicht abzuschätzen sind.

Fest steht jedenfalls, dass die durchschnittliche Temperatur steigt. In den letzten 100 Jahren ist die Durchschnittstemperatur auf der Erde um ein halbes Grad gestiegen. Setzt sich dies fort, schmelzen an den Polen große Eismassen und der Meeresspiegel steigt. Schon jetzt ist das Nordpolareis so weit geschmolzen, dass im Sommer die Schifffahrt nördlich von Russland und Kanada möglich ist. Da das Nordpolareis schwimmt, wirkt sich dessen Schmelzen nicht auf den Meeresspiegel aus. Anders ist es, wenn im nennenswerten Maße das Eis am Südpol oder auf Grönland schmilzt. Bei einem vollständigen Abschmelzen kann der Meeresspiegel um 70 Meter steigen, weltweit.

Dieser Prozess wird voraussichtlich Hunderte von Jahren dauern und vielleicht gelingt es uns noch, da gegenzusteuern. Aber das erfordert baldiges konkretes Handeln!



---(Einer der in mindestens einer Woche des Jahres 2003 am häufigsten verwendeten Begriffe in deutschen Suchmaschinen)


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