Die Erde ist vor etwa 4,6 Milliarden Jahren zusammen mit der Sonne und den anderen Planeten aus einer riesigen Staub-und Gaswolke entstanden.

Anfangs war sie noch sehr klein, kochend heiß und flüssig. Stellt man sich den neuen Himmelskörper heute so groß wie einen Apfel vor, dann war er damals nicht viel größer als ein Tischtennisball. Weil seine Masse aber immer mehr Teilchen anzog, begann er stetig zu wachsen. Die Schwerkraft bewirkte, dass sich seine Bestandteile nach ihrem Gewicht sortierten: Schweres sank in die Tiefe Und wurde zum Kern, Leichtes sammelte sich an der Oberfläche und bildete die Kruste. Später kühlte sich die junge Erde langsam ab. Das Gestein an der Erdoberfläche erstarrte und der aufsteigende Wasserdampf verdichtete sich zu flüssigem Wasser. Es stürzte als Millionen von Jahren währender Dauerregen zur Erde. Das Wasser füllte die Becken und Senken und bildete die großen Ozeane.

Unser Planet hat nur eine annähernde Kugelgestalt. Er rotiert um eine Achse, die gegenüber seiner Bahn um die Sonne leicht geneigt ist. Diese Schräglage bewirkt etwas sehr Überraschendes: Sie ist die Ursache für unsere Jahreszeiten.

Über das Erdinnere wissen die Forscher noch recht wenig. Es ist mehr als 2.000 Grad Celsius heiß und steht unter einem unvorstellbaren Druck. Seine Dichte ist doppelt bis dreifach so hoch wie die der Erdkruste. Aus all diesen Gründen ist bis jetzt noch kein Mensch tiefer als 4.000 Meter in die Erde vorgedrungen. Durch Untersuchungen von Erdbebenwellen können sich die Wissenschaftler dennoch ein Bild vom Innern unseres Planeten machen.

Die Erde setzt sich aus drei deutlich voneinander getrennten Hauptschichten zusammen: Kern, Mantel und Kruste. Die äußere Kruste ist eine harte Gesteinsschicht. Auf ihr leben wir.

Die Erdkruste ist durchschnittlich 100 Kilometer dick. Unter ihr liegt der obere Erdmantel mit seinem zähflüssigen Gestein. Der untere Erdmantel reicht bis in 2.900 Kilometer Tiefe. Er macht die Hauptmasse der Erde aus. Der feste innere Kern hat einen Durchmesser von 2.700 Kilometern. Er besteht aus Eisen und Nickel und ist über 5.000 Grad Celsius heiß. Der Druck von außen sorgt dafür, dass er trotz dieser Temperaturen nicht schmilzt. Den Erdkern umgibt eine flüssige Außenschicht.

 

Die Gestalt unserer Erde ist im Laufe vieler Jahre entstanden und sie verändert sich noch immer. Ihre heutige Form hat Sie erst in den letzten 100 Millionen Jahren ausgebildet. Für die bisherige Lebenszeit unseres Planeten haben die Geologen, die Gesteinsforscher, eine Zeittafel aufgestellt. Sie gleicht einem Kalender der Erdgeschichte  

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