Ein Flöz ist ein Band oder Streifen bestehend aus Kohle und befindet sich tief unter der Erde im Gestein.

Kohle kommt nur in wenige Meter dicken Bändern oder Flözen vor. Steinkohleflöze liegen häufig in großer Tiefe. Dann muss man die Kohle im Untertagebau aus der Erde holen. Dazu bohren (teufen) die Bergleute Schächte viele hundert Meter senkrecht hinab. Von ihnen aus treiben sie Stollen (waagerechte Gänge mit Ausgang zur Oberfläche) und Strecken (waagerechte Gänge, die nur über die Schächte erreichbar sind) in das Gestein vor.

Der Boden unter unseren Füßen birgt zahlreiche Schätze: Man nennt sie daher Bodenschätze. Zu den wichtigsten gehören Kohle, Erdöl und Erdgas, die fossilen (lateinisch fossil: »ausgegraben) Brennstoffe.

Die meisten unserer Steinkohlevorräte entstanden vor rund 350 Millionen Jahren, im Zeitalter des Karbon (das ist das lateinische Wort für Kohle). Damals waren große Teile der Erde von Sumpfwäldern bedeckt. Starben die Bäume, versanken sie in Wasser, Schlamm und Sand. Luftdicht eingeschlossen, konnten sie nicht verfaulen. Schicht um Schicht legte sich übereinander.

Druck und Wärme der Tiefe wandelten die Pflanzen nach und nach zunächst in Torf, dann in Braunkohle, schließlich in Steinkohle und in einigen Fällen in die harte tiefschwarze Anthrazitkohle um. Mit steigendem Alter nehmen Härte und Brennwert der Kohle zu. Torf hat den niedrigsten, Anthrazit den höchsten Brennwert.

Die größten Kohlelagerstätten der Erde befinden sich in Mitteleuropa, Nordamerika, Russland und in China. Die Steinkohle muss von den Bergleuten mühsam aus den Flözen herausgehämmert oder -gesprengt werden. 2019 wurde der Steinkohlebergbau in Deutschland eingestellt.


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