Ein Broker ist im Wertpapiergeschäft derjenige, der Käufer und Verkäufer zusammenbringt. Er fungiert also wie beim Hauskauf als eine Art Makler.

Wer sich für den Vermögensaufbau interessiert, wird feststellen, dass es einen Begriff gibt, der immer wieder auftaucht. Investiert bzw. spekuliert wird mit bzw. über einen Broker. Aber was ist ein Broker überhaupt? Ein Broker ist ein Makler, der auch als Vermittler oder Zwischenhändler bezeichnet werden kann. Das Wort „Broker“ leitet sich aus der französische Sprache ab - damals war der Brocour der französische Weinhändler, der dann zwecks Weinverkauf die Weinfässer angestochen hat.

Die Geschichte des Brokers selbst reicht bis in das Jahr 1933 zurück. Damals wurde in den USA der Glass-Steagall Act eingeführt, der verlangt hat, dass man im Trennbankensystem die Funktionstrennung zwischen Börsen- und Bankgeschäft umsetzt.

Kein Börsenhandel ohne Broker möglich

Im Bereich der Finanzbranche ist der Broker der Finanzdienstleister schlechthin, der vom Anleger beauftragt wird, sodann Handelsobjekte zu vermitteln, wobei hier in erster Linie an der Börse gearbeitet wird. Die Handelsobjekte, die über Kundenauftrag vom Broker vermittelt werden, sind in der Regel Aktien sowie Anleihen, Devisen, Rohstoffe und auch Versicherungen wie Waren. Neben der Börse kommt als weiterer Handelsplatz auch der außerbörsliche Handel in Frage. Das heißt, agiert wird nicht nur an Wertpapier-, Waren- oder Energiebörsen.

Ein Anleger kann nicht selbst an der Börse agieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen privaten oder um einen institutionellen Anleger handelt - Kauf- und auch Verkaufsorder müssen vom Kreditinstitut oder auch vom Broker durchgeführt werden. Das ist auch der Grund, wieso für den Wertpapierhandel im Vorfeld ein Broker gefunden werden muss.

Welche Arten von Broker gibt es?

Es gibt, abhängig vom gehandelten Handelsobjekt, den Aktienbroker, der als Stock-Broker bezeichnet wird und sodann Wertpapierorders annimmt, sowie auch den Warenbroker, den Commodity-Broker, aber auch einen Versicherungsbroker, den Insurance-Broker.

Aktienbroker sind in London Mitglieder bei der London Stock Exchange und betreiben in weiterer Folge das Kommissionsgeschäft. Hier wird auf fremde Rechnung sodann die Verbindung zwischen dem Publikum und dem Dealer bzw. Jobber hergestellt, die nur für ihre eigene Rechnung Kontrakte abschließen können. Des Weiteren gibt es auch den Clearingbroker, der Mitglied eines Clearinghauses ist und an der European Energy Exchange tätig wird - dieser Broker sammelt die Aufträge kleinerer Broker.

Im Bereich des Rohölsektors ist der Broker als Großhändler tätig, der sodann mit Kerosin, Heizöl, Benzin sowie Naphtha handelt. Der Prime Broker ist hingegen der Verwalter eines Fondsvermögens, der nicht nur gewährleistet, dass die Settlements eingehalten werden, sondern auch Fremdfinanzierungen sowie Leerverkäufe durchführt.

Es gibt auch den Online Broker, der sodann nur im Internet seine Dienste anbietet. In den letzten Jahren hat sich auch der Begriff des Discountbrokers entwickelt: Ein kostengünstiger Broker, der ebenfalls im Internet zur Verfügung steht und mit geringen Maklergebühren wirbt, aber kein Geheimnis daraus macht, dass sodann nur eine eingeschränkte Anlageberatung, wenn überhaupt, angeboten wird.

Aufgrund der Tatsache, dass die Zahl der Online Broker sowie Discountbroker stark gestiegen ist, befassen sich auch immer mehr private Sparer mit dem Wertpapiermarkt, da man heutzutage dadurch problemlos mit Aktien arbeiten kann.

Brokervergleich durchführen

Aufgrund der Tatsache, dass es viele unterschiedliche Broker gibt, ist es auch wichtig, sich im Vorfeld einen Überblick zu verschaffen, wenn man aktiv investieren oder spekulieren möchte. Vor allem ist es wichtig, dass man sich

a) mit der Frage befasst, ist der Broker seriös und

b) einen Blick auf das Handelsangebot wirft, bevor man dann

c) die Gebühren überprüft.

Hilfreich, wenn man auf der Suche nach einem Broker ist und Entscheidungsschwierigkeiten hat, sind auch im Internet zu findende Erfahrungsberichte. Das heißt, wer unsicher ist, für welchen Broker man sich am Ende entscheide soll, ist gut beraten, sodann Erfahrungsberichte zu lesen.

Das Fazit

Möchte man investieren oder spekulieren, so kommt man mit einem Broker in Kontakt. Das ist unweigerlich der Fall, weil man letztlich nicht selbst an der Börse Order platzieren kann. Da es unterschiedliche Broker gibt, die zudem auch verschiedene Gebührenmodelle aufgebaut haben, ist es wichtig, sich im Vorfeld mit einem Brokervergleich zu befassen. Nur so wird man dann für sich den besten Anbieter finden können.

 


Buchliste: Broker

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