Im August 2005 hatte ein Student die pfiffige Idee, auf einer Webseite die 1.000.000 existierenden Pixel einzeln für je einen Dollar zu verkaufen. Was sich wie eine verrückte Idee anhört, weil keine spezielle Zielgruppe angesprochen wird, entpuppte sich gerade deswegen als Renner und Aufmacher zahlreicher Medienartikel. Binnen Kurzem erreichte die Seite einen PageRank von 7 ( 2005-12 ) und es waren über 3/4 aller Pixel verkauft. Natürlich zog dieser Erfolg zahlreiche Nachahmer nach sich, aber hier zeigte sich, dass die Idee nicht mehr verrückt genug war, um ein weiteres Medienecho zu bewirken. Viele dieser Seiten dümpeln als Pixelwüsten dahin und werden über kurz oder lang wohl aus dem Netz verschwinden.
Dass es auch anders geht zeigen Webseiten, bei denen das schnelle Geld nicht im Vordergrund steht.
http://www.one-cent-per-pixel.com stellt für jedes europäische Unternehmen aus der top5000 einige Pixel zur Verfügung. Damit ist für genügend Interesse und Besucher gesorgt und wer sich hinzugesellen mag, kann noch einige wenige Pixel kaufen oder bekommt sie sogar im Austausch gegen eine Link geschenkt. Es findet sich z.B. ein Liebesbrief und ein Bild von John Lennon im Gedenken an seinen 25. Todestag. Auch die Trauerbotschaft einer Hundeliebhaber-Familie wird hier der Welt präsentiert.
Auf jeden Fall wäre dies ein ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk und sehr viel realer als jedes Grundstück auf dem Mond oder Mars.
Einen anderen Weg geht http://www.ein-cent-pro-pixel.de. Hier wird die Kundenliste eines Internetdienstleisters als Pixel-Patchwork dargestellt. Da sich jeden Tag etwas ändert ergibt sich ein "lebendes" Patchwork. Statt einer Pixelwüste sehen wir hier ein Kunstwerk aus zufälligen Pixeln, Formen und Farben sowie einer kaum vorhersagbaren Anordnung. |